In den letzten Jahren hat die Entwicklung von Online-Casinos zu einem wachsenden Phänomen im Bereich des Glücksspiels geführt, das auch ansonsten gesetzlich streng regulierten Länder wie Deutschland interessiert. Neben dem lokalen Angebot gibt es immer mehr Anbieter aus anderen Ländern, die in Europa und weltweit ihre Dienste anbieten. Bei dieser Entwicklung stehen Fragen nach der Rechtsgültigkeit, den Spielerschutzmaßnahmen und den geltenden ausländische online Casinos Gesetzen im Mittelpunkt.
Was sind Ausländische Casinos?
Ausländische Casinos sind Online-Casinos, die ihren Sitz in einem anderen Land haben als demjenigen, wo sie von Kunden genutzt werden. Dies kann aufgrund der unterschiedlichen rechtlichen Vorgaben zum Glücksspiel, den Steuern oder einfach wegen technischer Überlegungen so sein.
Einige Beispiele für Ausländische Casinos sind Online-Anbieter wie die in Malta ansässigen Spielbetreiber, aber auch diejenigen mit Sitz auf dem britischen Hauptinsel Gibraltar. Diese haben häufig eine Lizenz und werden von der zuständigen Behörde überwacht.
Wie funktionieren Ausländische Casinos?
Zu einem Online-Casino gehören in der Regel mehrere Komponenten, die miteinander zusammenarbeiten:
- Spielangebot : Das Casino bietet eine Vielzahl von Spielen an – sei es Roulette, Poker oder Automaten.
- Technik : Die Spiele werden oft durch Software der bekannten Entwickler wie Microgaming oder NetEnt ausgeliefert und spielen auf den Servern des Casinos ab.
- Geldtransfer : Spieler können Geld ein- und auszahlbar machen (vgl. Art. 1 § 2 GlüStV).
- Zusammenarbeit mit Banken/Firmen . Um den Zahlungsprozess zu erleichtern, arbeiten die Casinos oft mit spezialisierten Zahlungsdienstleistern zusammen.
Diese Komponenten müssen je nach Land und Casino auch anpassbar sein. Dazu gehören auch das Einhalten von Spieler-Schutz-Regeln, wie der Verhinderung von Kinderspielen (Mindestalter) oder die Kontrolle des Glücksspiel-Betrugs.
Rechtliche Probleme
Die Nutzung von Ausländischen Casinos kann für deutsche Spielern rechtlich relevante Fragen aufwerfen. So gibt es Gesetze, die das Glücksspiel innerhalb Deutschlands strengen Regeln unterstellen (GlüStV). Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jeder Online-Casino-Service aus dem Ausland illegal ist.
Im deutschen Rechtsraum hat sich die E-Government-Agentur der Bundesregierung 2008 auf Veranlassung des EU-Recht zum Glücksspiel, als diese EU-Durchführungsverordnung für das grenzüberschreitende Glücksspiel (Umsatzsteuer) von den einzelnen Ländern mit Wirkung ab dem 1. Januar 2008 anzuwenden ist (Artikel 2 § 3, Absatz 4). Das deutsche Recht unterschied zwischen Online-Spielen, die eine Lizenz des Trägers und auf dessen Betriebsort haben, und solchen Spielen, deren Erbringung ausschließlich zum Zweck der Umsatzsteuererhebung dem Träger vorbehalten ist.
Das bedeutet für Spieler: nur Online-Casinos sind zugelassen, die eine Genehmigung in Deutschland erhalten oder von einem anderen EU-Staat mit einer sicheren und fairen Glücksspiel-Bekleidung gelizenziert haben. Somit kann ein Anbieter aus dem Ausland zwar eine Lizenz haben, aber keine deutsche ist. Das Deutsche Justizministerium hat sogar für einige ausländische Anbieter spezifische Rechtfertigungen ausgegeben.
Auswirkungen und Problematik
Inzwischen gibt es verschiedene Ansätze von Behörden, um die Situation zu klären:
- Überprüfung der Glücksspiel-Bekleidung : Dieses ist in Deutschland eine staatliche Aufgabe.
- Europäischer Rahmen : Es gibt bereits einen EU-Grenzverordnung zum Umsatzsteuer und Spielerschutz, die auf die nationalen Gesetze zurückgreift. Derzeit wird im Zuge eines neuen Eu-Richtlinie zur Glücksspiel-Vergabe eine europaweite Harmonisierung gefördert.
Durch dieses Regelwerk soll das Spielen auch im grenzüberschreitenden Bereich sichern und verantwortungsvoll gestaltet werden. Wenn es zum Beispiel nicht möglich ist, den Spielbetrieb einer deutschen Betreibers in Deutschland auszuweisen, dann kann die Umsatzsteuer nur erhoben werden.
Zukunft der Ausländischen Casinos
Das deutsche Glücksspiel-Recht hat sich zu einem kontinuierlichen Prozess entwickelt. Die Frage nach dem Rechtsstatus der Online-Casinos ist bei der zunehmenden Digitalisierung ein immer wiederkehrendes Problem, da mit neuen Techniken auch neue rechtliche Fragen entstehen.
Das Deutsche Justizministerium hat hierfür verschiedene Initiativen gestartet. So wird durch eine EU-Kommission (Kommissionsverordnung) vorgesehen, dass die Online-Angebote von den Mitgliedsstaaten so zu regeln sind, dass die Spieler vor Missbrauch geschützt werden.
Im Januar 2012 wurde ein neues Glücksspiel-Recht der Europäischen Kommission beschlossen. Durch diese Richtlinie sollen alle EU-Staaten ihre bestehenden Vorschriften in den Bereichen Umsatzsteuer und Spieler-Schutz anpassen, um die grenzüberschreitende Entwicklung von Glücksspielen zu regeln.
Insgesamt ist es wichtig
- Sich über den Spielbetrieb informieren : Die Rechtsgrundlage für Ausländische Casinos muss genau recherchiert werden.
- Echte Spieler können das Spiel spielen : Spieler müssen wissen, wo sie online mit einer Lizenz und Sicherheit Glücksspiel betreiben können.
Um sich einen Überblick zu verschaffen:
- Stellen Sie Ihre Fragen an Experten
- Beachten Sie die wichtigsten Rechtsgrundlagen im eigenen Land
- Wählen Sie ein Casino, das auf Transparenz setzt.